Steuerreform 2015 / 2016 in Österreich

Steuerreform in Österreich 2015 2016

Mit der neuen Steuerreform 2015 / 2016 hat der Fiskus in Österreich weitreichende Änderungen beschlossen, die vor allem zu Abgabenentlastungen führen und gleichzeitig Steuer- und Sozialbetrug eindämmen sollen – denn vor allem Letzteres kostet den Staat jährlich rund 1,9 Milliarden Euro. Welche Änderungen besonders gravierend waren, erfahren Sie hier.

1. Registrierkassenpflicht

Bisher galt die Registrierkassenpflicht vor allem für große Unternehmen mit hohem Jahresumsatz. Mit der Reform müssen nun alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 15.000 Euro beziehungsweise Jahres-Barumsatz von 7.500 Euro eine Registrierkasse kaufen, sie einsetzen und alle Zahlungsvorgänge mit ihr festhalten. Damit ist Betrug sehr viel schwerer möglich.

2. Bankauskünfte mit Konteneinsichtnahme

Durch diese Maßnahme verspricht sich der Fiskus Mehreinnahmen von 700 Millionen Euro pro Jahr – allerdings ist diese Änderung sehr umstritten, schließlich ist es ein drastischer Einschnitt in die Privatsphäre. Auch, wenn die Konteneinsichtnahme nur bei Abgabenprüfungen (beispielsweise um Sozialbetrug aufzudecken) erfolgt.

3. Anhebung der Umsatzsteuer in bestimmten Bereichen

Die Umsatzsteuer wurde in einigen Branchen von 10 Prozent auf 13 Prozent angehoben – eine Änderung, die manche Unternehmen besonders hart trifft. Speziell Hotels und andere Herbergen werden stark in die Defensive gedrängt. Die Erhöhung gilt außerdem für kulturelle Dienstleistungen, Museen oder Schwimmbäder. Die Mehreinnahmen sollen hier bei rund 900 Millionen Euro im Jahr liegen.

4. Gebäudeabschreibungen auf Immobilien

Gebäudeabschreibungen auf Immobilien wurden auf 2,5 Prozent gesenkt, sodass den Besitzern steuerliche Vorteile wegfallen, was zu einer Mehrbelastung von rund 400 Millionen Euro führt.

Die Reform ging natürlich noch sehr viel mehr Bereiche an, wobei natürlich nicht alles so negativ ist, wie die obigen vier Punkte – vor allem die sechs neuen Lohnstufen bringen für die meisten Arbeitnehmer „mehr netto vom brutto“ und damit mehr Geld auf dem Konto.

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